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Film

Die Fotostory produzierte ich während der Dreharbeiten zu „Joseph und die Wilderer“, einer TV-Dokumentation von RS-Film (Erstausstrahlung WDR, 01.09.2005).
Einige Ausschnitte:
Nachtaktion
320 x 240 (5,07 MB)
512 x 384 (20,6 MB)
Verkauf von
Buschfleisch

320 x 240 (3,54 MB)
512 x 384 (14,3 MB)
Markt in Yaoundé
Teil 1

320 x 240 (3,43 MB)
512 x 384 (13,9 MB)
Markt in Yaoundé
Teil 2

320 x 240 (3,09 MB)
512 x 384 (12,5 MB)
Markt in Yaoundé
Teil 3

320 x 240 (1,65 MB)
512 x 384 (6,71 MB)
Pygmäen-Dorf
320 x 240 (2,50 MB)
512 x 384 (10,1 MB)
Holzfäller
320 x 240 (3,84 MB)
512 x 384 (15,6 MB)

Format: Zur Darstellung benötigen Sie den kostenlosen:
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MOV QuickTime Player
Fotostory Kamerun: Joseph und die Wilderer – 25.07.2005

Dabei werden die Kadaver in der Breite auf ein Bambusgeflecht gespannt, um beim Räuchern auf größtmöglicher Fläche eine hohe Haltbarkeit zu erzielen. Am späten Nachmittag ziehen die Männern noch einmal in den Busch, diesmal mit dem Gewehr. Die Knicklaufflinten stammen aus den umliegenden Dörfern oder von den Aufsehern der Holzunternehmen, sind gekauft oder für 25 Dollar im Monat gemietet. Die Munition besorgen die Zwischenhändler aus den größeren Städten. Meist läuft den Männern Niederwild vor die Büchse, Bürstenschwanz-Stachelschweine und Schuppentiere, aber auch vor Gorillas und Schimpansen schrecken die Jäger nicht zurück. Der Hinweis auf die nahe genetische Verwandtschaft zum Menschen, Gorillas zu 97,7%, Schimpansen zu fast 99%, erntet hier nur Lacher, ebenso die Frage nach Gesundheitsrisiken oder dem Gesetz. „Das Fleisch wird ja gebraten oder gekocht, wodurch alle Erreger absterben“, sind die Jäger überzeugt – und das Gesetz sei ohnehin nur etwas für Städter, die lesen können...
„Oh, es wird sehr lange dauern, diese Denkweise abzustellen!“, schüttelt selbst der hartgesottene Ex-Wilderer Joseph den Kopf. Seiner Meinung nach fehlt es an Aufklärung und Alternativen, um den Buschfleischhandel abzustellen. Solche sieht er in Schutzgebieten und Nationalparks, mit Eingeborenen als Wildhüter und Fremdenführer für Öko-Touristen. Aber das wird wohl Josephs privater Wunschtraum bleiben.
Kurz vor dem Wochenende hat ein nächtlicher Besucher des Pygmäendorfes fast die gesamte Jagdbeute einer Woche aufgekauft, der Rest wird am frühen Morgen auf die Ladefläche eines Holztransporters geladen. Die Fahrer verdingen sich oft als Zwischenhändler oder fungieren als Buschtaxi für die Jäger und ihre Ware.
Nur wenige wollen wahrhaben, dass sich auf diesem Wege auch HIV- und Ebola-Viren im Lande verbreiten. Aids ist, wie in ganz Afrika, auch in Kamerun ein großes Problem.
Mit den (leitenden) europäischen Angestellten der Holzunternehmen aus Deutschland (vornehmlich in der Demokratische Republik Kongo) und Frankreich (z.B. in Kamerun) könnten sich diese Viren auch nach Europa verbreiten. Schon heute gibt es Restaurants in Brüssel und London, die für gute Kunden (vornehmlich Diplomaten und Geschäftsleute aus Schwarzafrika) Buschfleisch auf der inoffiziellen Speisekarte führen. Eine tickende Zeitbombe.
Für die Menschenaffen scheint die Zeit ohnehin schon abzulaufen. In freier Wildbahn sind sie nur noch selten zu beobachten. Eine Art Beifang des Buschfleischhandels sind Gorilla- und Schimpansenbabys, die als attraktive Haustiere oder Frischfleischreserve hoch im Kurs stehen. Manchmal können diese Tiere beschlagnahmt werden und gelangen in eines der drei (!) Auffangstationen des Landes, das Limbe Wildlife Center, den Mefou Nationalpark oder das Schimpansen-Reservat Sanaga-Yong.
Ein paar Dutzend Menschenaffen genießen hier eine vornehmlich durch ausländische Spenden finanzierte Sicherheit. Vielleicht sind diese Tier schon bald die letzten ihrer Art. Das Ausmaß der Wilderei lässt befürchten, dass die letzten freilebenden Menschenaffen in ca. 5-10 Jahren aussterben werden.

Text © 2005 RS-Film
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