Film |
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 Die Fotostory produzierte ich während der Dreharbeiten zu „Joseph und die Wilderer“, einer TV-Dokumentation von RS-Film (Erstausstrahlung WDR, 01.09.2005).
Einige Ausschnitte:
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Nachtaktion |
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320 x 240 (5,07 MB) 512 x 384 (20,6 MB) |
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Verkauf von Buschfleisch |
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320 x 240 (3,54 MB) 512 x 384 (14,3 MB) |
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Markt in Yaoundé Teil 1 |
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320 x 240 (3,43 MB) 512 x 384 (13,9 MB) |
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Markt in Yaoundé Teil 2 |
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320 x 240 (3,09 MB) 512 x 384 (12,5 MB) |
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Markt in Yaoundé Teil 3 |
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320 x 240 (1,65 MB) 512 x 384 (6,71 MB) |
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Pygmäen-Dorf |
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320 x 240 (2,50 MB) 512 x 384 (10,1 MB) |
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Holzfäller |
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320 x 240 (3,84 MB) 512 x 384 (15,6 MB) |
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Fotostory Kamerun: Joseph und die Wilderer 25.07.2005 |
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 Um den Handel zu kontrollieren, lässt das Umwelt- und Forstministerium (MINEF) von seinen örtlichen Außenposten Straßensperren aufstellen. Ein verlängerter Besenstil über einer Regentonne und einem Holzhocker repräsentiert den exotischen Hauch von Recht und Ordnung. Doch die Kontrollen des jeweiligen „Chef de poste“ sind nur halbherzig. Ein kurzer Blick auf die Ladefläche, ein paar Fragen, das war’s. Die meisten Wagen können passieren. Böse Zungen behaupten, die Beamten ließen sich ihre laschen Kontrollen bezahlen...
Im Holzfällercamp Mbang werden wir Zeuge einer nächtlichen Razzia: Der „Chef de Poste“ hat einen Tipp bekommen, dass zwei Gorillas getötet wurden. Da seine Einsatzfahrzeuge schrottreif sind, benötigt er uns bzw. unseren Jeep für die Aktion. Zehn Minuten später stehen wir in der Hütte des Wilderes, doch keine Spur von Gorillas. Joseph entdeckt ein Blatt auf dem Boden, auf dem er Reste von Gorillafett zu entdecken glaubt. Seine Nase trügt nicht. Etwa 100 Meter hinter der Hütte, im Unterholz, finden wir die geräucherten Überreste der Menschenaffen. Der „Chef de Poste“ beschlagnahmt das Fleisch. Der Wilderer hat sich mittlerweile verdrückt. Am nächsten Morgen trauen wir unseren Augen nicht. Das Fleisch wird öffentlich versteigert, anstatt es zu vernichten. Die Stadtoberen bekommen einen Sonderpreis. 20.000 äquatoriale Franc, etwa 30 EUR, nimmt der „Chef de Poste“ für die Staatskasse ein, abzüglich verschiedener kleiner Abgaben, Belohnungen, örtlicher Steuern, usw. Die Korruption blüht, die Gemeinde scherzt, ein kleiner Junge knabbert an einer geräucherten Gorillahand. Joseph ist außer sich: „Wenn ihr das Fleisch selber esst – o.k., aber der öffentliche Verkauf ermutigt nur weitere Wilderer!“ Aber niemand hört ihm zu. Viele, zu viele Menschen partizipieren an dem Geschäft mit dem Buschfleisch, um vorhandene Gesetze durchsetzen und den Handel wirkungsvoll eindämmen zu können.
Die Pygmäen, die Ureinwohner Zentralafrikas, die schon immer ihren Eiweißbedarf mit Wildbret aus dem Busch deckten, mussten lange tatenlos mitansehen, wie ihnen der Urwald vor der Nase leergeschossen wurde. Nun sind sie selbst näher an die Holzstraßen gezogen und haben sich Schusswaffen zugelegt, um sich am Buschfleisch-
geschäft zu beteiligen. Bei einem dieser Pygmäenstämme hat auch Joseph vor Jahren das Jägerhandwerk erlernt, von den Stammesführern Martin Mongolo und Papa Barthélémy. Durch die Heirat mit deren Schwester Justine, wurde er zum Familien- und Stammesmitglied. Schwager Martin führt jeden morgen einen kleinen Trupp Männer in den Busch, um die Fallen zu kontrollieren. 200 Schlingen haben sie an unwegsamen Pfaden ausgelegt, doch nur jede dreißigste oder fünfunddreißigste Falle schnappt pro Tag zu. Meist gehen ihnen Dukker, hasen- bis rehgroße Waldantilopen, in die Schlinge. Eines der Beutetiere wird mittags als Verpflegung zubereitet. Das reicht, um die 40 hungrigen Mäuler des Stammes zu stopfen. Weniger das Fleisch selbst, vielmehr die beim Kochen entstandene Kraftbrühe dient zusammen mit gekochten grünen Bananen als Tagesmahlzeit. Der Rest der Beute wird für den Verkauf vorbereitet, d.h. ausgenommen, über dem Feuer enthaart und geräuchert.
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