Film |
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 Die Fotostory produzierte ich während der Dreharbeiten zu „Joseph und die Wilderer“, einer TV-Dokumentation von RS-Film (Erstausstrahlung WDR, 01.09.2005).
Einige Ausschnitte:
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Nachtaktion |
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320 x 240 (5,07 MB) 512 x 384 (20,6 MB) |
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Verkauf von Buschfleisch |
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320 x 240 (3,54 MB) 512 x 384 (14,3 MB) |
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Markt in Yaoundé Teil 1 |
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320 x 240 (3,43 MB) 512 x 384 (13,9 MB) |
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Markt in Yaoundé Teil 2 |
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320 x 240 (3,09 MB) 512 x 384 (12,5 MB) |
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Markt in Yaoundé Teil 3 |
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320 x 240 (1,65 MB) 512 x 384 (6,71 MB) |
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Pygmäen-Dorf |
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320 x 240 (2,50 MB) 512 x 384 (10,1 MB) |
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Holzfäller |
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320 x 240 (3,84 MB) 512 x 384 (15,6 MB) |
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Fotostory Kamerun: Joseph und die Wilderer 25.07.2005 |
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 Joseph ist so gut wie der einzige Einheimische, der sich gegen den Buschfleischhandel einsetzt. Doch auch seine Rolle ist zuweilen ambivalent. Die zahlreichen Tierkadaver scheinen ihn nicht zu rühren, ebenso wenig die spielfreudige Weißnasenmeerkatze, die am Nachbarstand nichtsahnend auf den Kochtopf wartet. Der ehemalige Wilderer bringt Verständnis für seine Kollegen von heute auf: „Vergleiche Afrika nicht mit Europa,“ kommentiert er, „ihr denkt einfach anders über Buschfleisch, weil eure Mägen voll sind. Hier in Kamerun kommt es auf einen einfachen Nenner: Kill and eat – Töte und du hast zu essen!“ Zugegeben ein Argument, doch es zieht nicht. Es gibt sicher kaum ein Entwicklungsland, in dem so viele Lebensmittel produziert und angeboten werden, wie in Kamerun. Die Märkte bersten geradezu von Bananen, Maniok, Tomaten, Palmnüssen, geräuchertem Fisch. Hungern muss hier keiner. Fleisch ist zwar selten und teuer, trotzdem gibt es den ein oder anderen Metzger auf dem Markt. Buschfleisch ist in keinem Falle unverzichtbar für die Ernährung der Menschen.
Zutreffender ist wohl die Bemerkung eines Händlers, der ein Nilkrokodil als „Frischfleischreserve“ anbietet. „Wir sind seit Geburt daran gewöhnt, Buschfleisch zu essen, deshalb ist dies auch ein kulturelles Problem!“.
Wir wollen den Urhebern und Hintergründen dieser „Kultur“ nachspüren. Und Joseph verspricht, uns zu den Wurzeln des Buschfleischhandels zu führen. Die Spur führt in den Dschungel, einige hundert Kilometer in den Osten des Landes. In den Dörfern am Straßenrand werden erlegte Meerkatzen, zum handlichen Felltäschchen verschnürt, an einer Art Galgen hängend zum Kauf angepriesen.
Einst erstreckte sich der dichte Waldgürtel Zentralafrikas von Kamerun und Gabun im Westen, bis nach Uganda im Osten. In dieser zweitgrößten grünen Lunge der Erde lebten noch vor hundert Jahren 2,5 Millionen Menschen-
affen. Heute sind davon noch knapp 100.000 Schimpansen und ein paar tausend Gorillas übrig. Von den seltenen Berggorillas existieren nur noch 800.
Grund hierfür sind die massiven Rodungen der Holzindus-
trie. Jede Minute werden 50 Hektar Wald zerstört. Für die Tiere verschwindet nicht nur der natürliche Lebensraum: Mit den Holzfällern kamen die Wilderer. Kaum eines der (hier meist europäischen) Unternehmen, die sich eine Konzession vom Minister(ium) buchstäblich erkauft haben, verschwendet einen Gedanken bzw. einen äquatorialen Franc an die Lebensmittelversorgung der Waldarbeiter und ihrer Angehörigen. Deshalb engagieren sie Jäger, die diesen Job übernehmen. Wilderer versorgen die Menschen in den Camps mit Frischfleisch von Antilopen, Waldelefan-
ten – und vor allem von Affen. Für 1,50 EUR das Stück, wird es in den Garküchen der Camps angeboten. Straßengastronomie in Kamerun.
Doch auch in den Städten ist die Nachfrage groß. So verlässt mit dem geschlagenen Tropenholz auch tonnenweise Buschfleisch den Dschungel, auf Straßen, die mit EU-Entwicklungsgeldern gebaut wurden. Da Kamerun mit Douala am Atlantik über den einzigen Hafen Zentral-
afrikas verfügt, geht der gesamte Holztransport, auch aus den Staaten des Kongobeckens, über diese Straßen.
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