Film |
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 Die Fotostory produzierte ich während der Dreharbeiten zu „Joseph und die Wilderer“, einer TV-Dokumentation von RS-Film (Erstausstrahlung WDR, 01.09.2005).
Einige Ausschnitte:
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Nachtaktion |
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320 x 240 (5,07 MB) 512 x 384 (20,6 MB) |
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Verkauf von Buschfleisch |
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320 x 240 (3,54 MB) 512 x 384 (14,3 MB) |
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Markt in Yaoundé Teil 1 |
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320 x 240 (3,43 MB) 512 x 384 (13,9 MB) |
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Markt in Yaoundé Teil 2 |
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320 x 240 (3,09 MB) 512 x 384 (12,5 MB) |
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Markt in Yaoundé Teil 3 |
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320 x 240 (1,65 MB) 512 x 384 (6,71 MB) |
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Pygmäen-Dorf |
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320 x 240 (2,50 MB) 512 x 384 (10,1 MB) |
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Holzfäller |
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320 x 240 (3,84 MB) 512 x 384 (15,6 MB) |
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Ausgezeichnet mit dem ekofilm-Award 2006 15.10.2006 |
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 Vom 09. bis 15.10.2006 fand in Český Krumlov, Tschechische Republik, das 32. Internationale Film-Festival ekofilm statt.
Joseph und die Wilderer wurde mit dem Award für den besten Film in der Kategorie Dokumentation ausgezeichnet.
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Fotostory Kamerun: Joseph und die Wilderer 25.07.2005 |
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 Wer zum ersten Mal einen der Märkte von Yaoundé betritt, ist erschlagen und fasziniert zugleich. Dem westlichen Besucher schlägt freundliches Interesse entgegen, verbunden mit einem gezielten Blick auf Garderobe und möglichem Geldbeutel. Nahezu ständig wird einem ein grelles Hemd oder eine Hose in passender Größe vor die Nase gehalten. Die auf sieben Hügeln erbaute Hauptstadt Kameruns ist der zentrale Umschlagplatz für alle Produkte des Landes. Wer sich jedoch versucht fühlt, das exotische Spektakel im Foto festzuhalten, erlebt einen sofortigen Stimmungswechsel. Filmen und Fotografieren ist nicht gern gesehen und kommt einem Spießrutenlauf gleich. Dies trifft vor allem auf die Bereiche zu, in denen mit Buschfleisch gehandelt wird: den geräucherten Kadavern von Antilopen, Stachelschweinen, Schuppentieren – und vor allem Affen. Wer hier die Kamera zückt, geht ein ernstes Gesundheitsrisiko ein, denn ein Großteil des Buschfleisches wird illegal gehandelt.
Wir haben uns deshalb mit Joseph Melloh verabredet. Der einundvierzigjährige Bantu, von einem Stamm im Westen Kameruns, war viele Jahre lang selbst Wilderer in den Urwäldern des Landes, bis ein amerikanischer Tierschützer ihn zum Umdenken bewog.
Vom Saulus zum Paulus geworden, arbeitet Joseph heute als Undercover-Agent, Informant und Guide für Tierschutzorganisationen und Journalisten. Als Kenner der Szene führt er uns zu den wichtigsten Umschlagplätzen für Buschfleisch.
Dutzende toter Affen liegen herum. An den Räucherfeuern präsentiert sich dem Besucher die ganze Palette der Urwaldfauna. Leguane und kleine Krokodile werden unter dem Tisch sozusagen als lebende Fleischvorräte vorgehalten, ebenso zutrauliche Meerkatzen, „Große Weißnasen“, eine bedrohte, aber nicht geschützte Primatenart. Einige Tierarten des Urwaldes dürfen durchaus zu bestimmten Jahreszeiten gejagt werden, wie das Wild in unseren Breiten, denn um nichts anderes handelt es sich bei Buschfleisch, um jagbares Wild. Wer eine Kauflizenz, im französisch sprachigen Kamerun ein sogenanntes „permis de collecte“, von den Forstbehörden hat, darf das Fleisch auch erwerben, transportieren und verkaufen. Doch diese Mühe machen sich viele Buschfleischhändler erst gar nicht, da sie es ohnehin auf Tierarten abgesehen haben, die unter Schutz stehen: Menschenaffen. Das Fleisch von Gorillas und Schimpansen ist heiß begehrt, gilt als Delikatesse und ausgesprochen „gesund“. Dabei ist gerade das Gegenteil der Fall. Schimpansen z.B. gelten nachweislich als Urheber und Überträger von HIV und Ebola. Nach dem Grund für ihren Handel mit Buschfleisch gefragt, geben die meisten Wilderer wirtschaftliche Gründe an, Arbeitslosigkeit, eine große Familie, die es zu ernähren gilt.
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