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Sauberes Wasser ist Menschenrecht Menschen 29.07.2010
Die UN-Vollversammlung hat am gestrigen Mittwoch mit großer Mehrheit beschlossen, den Anspruch auf sauberes und klinisch reines Wasser als ein Menschenrecht festzulegen. Die von Bolivien vorgelegte und von 33 anderen Staaten unterstützte Resolution wurde in der Vollversammlung, in der 163 von 192 Nationen anwesend waren, mit 122 Ja- und keinen Nein-Stimmen angenommen. Allerdings enthielten sich selbst so große Nationen wie die USA und Kanada mit ihren Stimmen, was nach der Versammlung den Unbill einiger Vertreter aus den Entwicklungsländern hervorbrachte.
Mit "Ja" stimmten unter anderem auch Deutschland, Belgien, Italien, Spanien und Norwegen. Zur Sprache kam, dass geschätzte 884 Millionen Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Mehr als 2,6 Milliarden haben keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Durch schmutziges Wasser verursachter Durchfall ist die zweithäufigste Todesursache bei kleinen Kindern und generell sterben mehr Menschen an den Folgen der schlechten Versorgung mit Wasser als an den Folgen von Malaria oder HIV-AIDS.
Die Erklärung der Menschenrechte und damit auch der Anspruch auf sauberes Wasser ist allerdings völkerrechtlich nicht verbindlich. Einklagbar ist es selbst in den Unterzeichnerstaaten nicht, zu denen alle 192 UN-Mitglieder automatisch mit ihrem Beitritt zählen. Die Verankerung hat aber einen hohen symbolischen Wert und durchaus Einfluss auf die Politik von Staaten und der Vereinten Nationen.
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